Stellungnahme zum SPD-Antrag “Für unsere Kleinen: Begeisterung, Bewegung und Begegnung“. Drei Gutscheine für Erstklässler zum Besuch des Freibades.
In der Ratssitzung haben wir deutlich herausgestellt, dass bereits erhebliche Steuermittel in
vorhandene Angebote der Stadt Diepholz eingesetzt werden. Hier sind zum einen die Kosten für
die Seepferdchen-Schwimmkurse, ob privat oder über die Schulen und zum anderen mit
Aktionen über das Ferienprogramm, daneben noch weitere Aktionen des Betreibers, den
Stadtwerken. Hieraus ist erkennbar, dass die Stadt bereits ein breites Angebot
in diesem Bereich anbietet, allerdings muss es dann von den Familien auch angenommen
werden. Die Kosten belaufen sich jährlich auf rund 10 T€.
Interessant ist die These in der Begründung des Antrages, dass der Übergang in die Grundschule
der ideale Zeitpunkt ist, um Kinder spielerisch an das Element Wasser heranzuführen. Dieser
Prozess sollte nach unserer Ansicht bereits vorher erfolgen und zu den Aufgaben der Eltern
gehören und nicht Aufgabe der Stadt sein.
Viele Familien könnten sich den Besuch aus finanziellen Gründen sonst nicht leisten, wurde als
weiteres Argument von der SPD eingebracht. Dazu können wir nur entgegnen, mit dem
Diepholz-Pass wird der Besuch des Freibades mit geringem Geld durchaus ermöglicht.
Zudem wurde im Fach- Ausschuss deutlich, dass sich weder die Schulleitungen unserer
Grundschulen noch der Vertreter des Stadtelternrates für die Gutscheinaktion ausgesprochen
haben. Im Ergebnis würde eine derartige Maßnahme keinen Nutzen erzielen.
Aus den genannten Gründen lehnten wir den Antrag ab. Wir verteilen kein Steuergeld mit der
Gießkanne und wollen zusätzliche Bürokratie vermeiden.